Ein Bürgerhaushalt ist ein Verfahren, bei dem Bürgerinnen und Bürger über die Verwendung eines Teils des öffentlichen Haushalts mitentscheiden. Die Kommune stellt ein festgelegtes Budget bereit, die Öffentlichkeit schlägt Projekte vor und entwickelt sie weiter, und die Bürger stimmen darüber ab, welche Vorhaben finanziert werden.
Wie ein Bürgerhaushalt abläuft
Ein typischer Zyklus umfasst vier Phasen: Bürger schlagen Ideen vor, Verwaltung und Beteiligte machen daraus umsetzbare Vorschläge mit Kostenschätzung, die Öffentlichkeit stimmt ab, und die ausgewählten Projekte werden umgesetzt. Der Zyklus wiederholt sich – meist jährlich – und schafft sichtbare Ergebnisse im eigenen Quartier.
Warum Kommunen Bürgerhaushalte nutzen
Der Bürgerhaushalt erhöht Transparenz, erreicht auch Menschen, die sich sonst kaum an Planung beteiligen, und lenkt Mittel auf Bedarfe, die der Verwaltung verborgen bleiben könnten. Weil er echte Entscheidungsmacht überträgt, gehört er zu den intensivsten Beteiligungsformen.
